In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie unter Linux einen bootfähigen USB-Stick erstellen.
Beachten Sie, dass bei diesem Vorgang sämtliche Daten auf dem USB-Stick gelöscht werden. Sichern Sie daher wichtige Dateien im Vorfeld.
Schritt 1: USB-Stick vorbereiten
Stecken Sie den USB-Stick in Ihren Linux-Rechner.
Vergewissern Sie sich, dass sich keine wichtigen Daten auf dem Stick befinden, da dieser im Verlauf formatiert und alle Daten darauf entfernt werden.
Schritt 2: ISO-Datei herunterladen
Laden Sie zunächst das ISO-Image des gewünschten Betriebssystems herunter, das Sie auf dem USB-Stick installieren möchten.
Dies kann zum Beispiel eine Linux-Distribution wie Ubuntu, Fedora, Debian oder eine andere Version eines Betriebssystems sein.
Schritt 3: Installation von „dd“ (falls erforderlich)
Das Tool „dd“ ist bei den meisten Linux-Distributionen bereits vorinstalliert und ermöglicht das Übertragen eines ISO-Images auf einen USB-Stick.
Falls „dd“ nicht vorhanden ist, können Sie es in der Regel über die Paketverwaltung Ihrer Distribution installieren.
Beispiele:
sudo apt-get install dd # Für Debian/Ubuntu
sudo dnf install dd # Für FedoraSchritt 4: ISO-Datei auf den USB-Stick schreiben
Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie folgenden Befehl ein:
sudo dd if=<Pfad_zur_ISO> of=<Gerätedatei_des_USB> bs=4M status=progress && syncErsetzen Sie dabei:
- <Pfad_zur_ISO> durch den tatsächlichen Speicherort der heruntergeladenen ISO-Datei.
-
<Gerätedatei_des_USB> durch die Gerätedatei Ihres USB-Sticks (z. B.
/dev/sdX).
Stellen Sie sicher, dass Sie das korrekte Gerät auswählen. Der Vorgang überschreibt den USB-Stick komplett und entfernt alle darauf gespeicherten Daten.
Schritt 5: Abschluss
Nachdem der Vorgang abgeschlossen ist, ist Ihr USB-Stick bootfähig.
Sie können Ihren Rechner nun vom USB-Stick starten. Gegebenenfalls müssen Sie dazu im BIOS oder UEFI die Bootreihenfolge anpassen und den USB-Stick als Startlaufwerk festlegen.
Bedenken Sie, dass diese Anleitung allgemein gehalten ist. Je nach verwendeter Linux-Distribution und eingesetzten Tools können einzelne Schritte leicht variieren.
Gehen Sie die Schritte sorgfältig durch, um einen unbeabsichtigten Datenverlust zu verhindern.